Kleine Reibe im Nebel

Geschrieben am: 22.03.2009 10:43
Abgelegt unter: Bergtouren

Am Samstag bin ich von Hinterbrand die Kleine Reibe gegangen. Eigentlich hatte der Wetterbericht ja kr√§ftigen Wind auf den Gipfeln, gro√üe K√§lte und l√§ngere sonnige Abschnitte vorher gesagt. Statt dessen gab‚Äôs gem√ľtliche Windstille bei schlechter bis null Sicht. Aber der Schnee war gut - Pulverschnee von oben bis unten. Sogar der Schneibstein war gut ohne Harscheisen zu begehen.

Zahlreiche Gleichgesinnte, ein 18-k√∂pfiges Kontingent aus √Ėsterreich und eine sechsk√∂pfige Truppe aus dem bayerischen Hinterland, kamen von der Jennerbahn her√ľber und waren dadurch am Schneibstein noch ziemlich frisch.Erst am Gipfel konnte ich sie zun√§chst absch√ľtteln, weil sie wohl warten wollten, ob es noch etwas aufrei√üt.

Tja, das war n√§mlich der Nachteil der Tour, die Sichtweite betrug zeitweise im kontrastschwachen Schnee-in-Schnee nur 3 Meter. Auf dem Bild mit dem Richtungspfeil kann man das erahnen, obwohl der ja immerhin schwarz ist und ich schon ordentlich den Kontrast hochgedreht habe. Bald darauf zog es f√ľr kurze Zeit noch weiter zu.

Wenn ich den Weg nicht ziemlich gut kennen w√ľrde und ohne die paar vorhandenen Spuren w√§re ich sicher umgedreht, getreu dem Motto "gehe auf keinen Berg, den du nicht siehst".  Aus diesem Grund habe ich auch keinerlei Abstecher gemacht, weder auf den Windschartenkopf noch auf den Fagstein. Beide lagen an diesem Tag ungespurt und einsam in der weichen Wolkendecke. Erst, als ich im Seeleinkessel ankam, riss es etwas auf. 

Bei den Brotzeitfelsen legte ich eine ausgiebige Pause ein und lie√ü die beiden Gruppen vorbeiziehen, holte die zweite Gruppe allerdings hoch auf den Hohen Rossfeldern gleich wieder ein. So hatten sie vermutlich noch mal was zu lachen, als ich vor ihnen losfuhr. 

Die Fahrerei kann man nur √ľben, aber beim Raufgehen, bei diesen Spitzkehren, muss irgendwo ein Trick dabei sein, den ich noch nicht richtig durchschaut habe. Die Mechanik muss ich demn√§chst mal wirklich durchdringen, denn das Geturne kostet unn√∂tig Kraft. Nunja, i mmerhin hatte ich genug √ľbersch√ľssige Energien, um von der Kreuzung hinter der Brennh√ľtte noch einmal Richtung K√∂nigsbergalm und von dort √ľber eine vorhandene Spur auf den Jennersattel zu steigen.

√úbrigens habe ich mir vorgenommen, das n√§chste Mal die Kleine Reibe bis zum Windschartenkopf ohne abfellen zu gehen. Mal sehen, ob das kraftsparender ist, als die diversen kleinen Anstiege w√§hrend der langen Querung vom Schneibstein zur Windscharte im Seitw√§rtsschritt zu bew√§ltigen. F√ľr die Abw√§rtspassagen d√ľrfte das jedenfalls bei meinem Fahrstil nicht viel ausmachen.


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