Tour in Tieren

Geschrieben am: 16.05.2009 21:09
Abgelegt unter: Natur

Heute in der Osterhorngruppe:

Mehrere Kreuzottern und Blindschleichen beim Anstieg von S├╝den auf den ersten Gipfel. Es scheint von den Viechern nur so zu wimmeln. Es gibt schwarze H├Âllenottern und auch ganz helle Exemplare. Auch ein winziges Otternbaby, nur so gro├č wie ein dicker Regenwurm. Sehr niedlich, aber schon genauso giftig wie die gr├Â├čeren.

Die Kreuzottern machen sich im Gegensatz zu den Blindschleichen sofort aus dem Staub, wenn sie mich h├Âren. So gelingt mir nur ein halbwegs akzeptables Foto. Trotzdem ist die Gegenwart der Giftschlangen ein bisschen unangenehm, denn ich bin weglos durch steile Schrofen unterwegs, und der Vorsatz, vor jedem Griff ins Gras die Schlangenfreiheit der betreffenden Stelle zu checken, l├Ąsst sich nicht ganz realisieren. So bleibt mir nur, auf die Sch├╝chternheit der Ottern zu setzen. F├╝r den Abstieg w├Ąhle ich jedenfalls einen aufrecht begehbaren Weg.

Auf den zweiten Gipfel gelange ich ├╝ber einen sehr rutschigen und steilen Steig, der gro├čenteils vom Winter v├Âllig zerst├Ârt ist. Der letzte Eintrag im Gipfelbuch ist 4 Monate alt, ein Name, den man ├Âfter auf einer bekannten Website liest. Kurz unterhalb steht eine Gams, daneben liegt ihr Kitz, das erste, das ich in diesem Jahr sehe. Vermutlich erst ein paar Stunden alt. Da will ich nicht weiter st├Âren und mache mich in die entgegengesetzte Richtung ├╝ber den Kamm davon.

Bei Abstieg vom dritten Gipfel durch steilen Wald urpl├Âtzlich Radau, zwei Meter vor mir springt etwas in die Luft, Federn fliegen. Eine Auerhenne rennt mit schaukelndem, breitbeinigen Gang davon, dabei die Fl├╝gel halb gespreizt h├Ąngen lassend. Krankes Huhn? Nein, guter Instinkt. Sie tut, als w├Ąre sie verletzt, damit ich sie f├╝r leichte Beute halte und ihr folge, anstatt die Eier zu essen.

Ich mache schnell ein Foto von den h├╝hnereigro├čen H├╝hnereiern und dann mich quer zu ihrer Fluchtrichtung aus dem Staub, damit sie m├Âglichst schnell zur  Familie in spe zur├╝ckkehrt. Dazu muss ich noch betonen, dass ich hier durchaus einer Wegmarkierung gefolgt bin. Die Auerdame hat ihr Nest direkt an diesem Weg in der bergseitigen Mulde am Fu├č einer gro├čen Tanne gebaut - vermutlich weil auf dem eigentlich zu diesem Zweck vorgesehenen Unterholz noch Schnee liegt.

Zuletzt sehe ich im feuchten Wald noch einen Feuersalamander, bringe aber kein vern├╝nftiges Foto zustande.


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