Mein Kreuzbandriss oder auch "Die unendliche Kniegeschichte" (lang)

Geschrieben am: 06.03.2007 16:43
Abgelegt unter: Gefühltes

Am 13.1.2006 hab ich mir beim Skifahren das linke vordere Kreuzband gerissen. Normalerweise verletze ich mich nie ernsthaft, obwohl ich oft falle. In meiner Jugend bin ich sicher f├â┬╝nfzigmal vom Pferd gefallen, und auch beim Skifahren lag ich oft mehr als dass ich fuhr. Ich konnte es nie besonders gut, stand mit 24 das erste Mal auf Skiern, hab dann zwei Kurse gemacht und fertig. Es reichte, um auf halbwegs gut pr├â┬Ąparierten Pisten zu fahren, die auch steil sein durften, aber nicht bucklig.
Doch damit kommt man hier in Berchtesgaden nicht weit, deshalb wollte ich an dem bewussten Wochenende das Tourengehen lernen. Der Versuch war untauglich, wie ich heute wei├â┼Ş. Denn obwohl es sich angeblich um einen Anf├â┬Ąngerkurs handelte, beherrschten alle Teilnehmer au├â┼Şer mir das Fahren im Tiefschnee bereits. Ich h├â┬Ątte einen Skikurs gebraucht und keinen Tourenkurs.


Wir fahren ein paar Mal Piste, dann einen zerfahrenen Hang mit recht festem Schnee. Ich kriege keine Kurve, fahre immer geradeaus, bis ich umfalle. Dann  soll ich hinter dem Skilehrer herfahren und Stemmbogen machen. Das klappt zwei Kurven. Dann falle ich wieder um. Schlie├â┼Şlich ist Mittag, ich bin ziemlich fertig, genervt und kalt. 100 Meter vor der H├â┬╝tte verkante ich die Ski, falle nach vorn, sp├â┬╝re etwas rei├â┼Şen.
Danach kann ich links keinen Druck mehr aus├â┬╝ben und nur noch Rechtskurven fahren. Ein ├â┬Ąlterer Teilnehmer, der selbst schon mal einen Kreuzbandriss hatte, tippt sofort richtig. Es wird aber nichts unternommen, der Kurs f├â┬Ąhrt weiter, und ich fahre allein auf einem Bein ins Tal.
Ich kann stehen und vorsichtig gehen, aber sowie ich das Bein etwas mehr belaste, tut es wieder im Knie weh. Es schwillt jedoch ├â┬╝berhaupt nicht an, was bei einem Kreuzbandriss eigentlich zu erwarten gewesen w├â┬Ąre - vielleicht weil mir so kalt war.


Am folgenden Montag gehe ich zu Orthop├â┬Ąde Nr. 1. Der stellt fest, dass das Kreuzband wahrscheinlich gerissen sei, r├â┬Ąt mir aber, mit einer Operation noch zu warten oder ├â┬╝berhaupt keine vornehmen zu lassen, da das Knie stabil sei. D.h. er macht den Schubladentest und weil es keine Schublade gibt, will er nicht operieren. Aber ich will nicht mein Leben lang irgendwelche Aufbau├â┬╝bungen machen m├â┬╝ssen. Er sagt abwarten und Krankengymnastik.
Ich bekomme eine Orthese verschrieben, die ein Fall f├â┬╝r sich ist und die ich kaum trage, au├â┼Şer einmal beim Radfahren ├â┬╝ber den zugefrorenen K├â┬Ânigssee. Ein MRT wird gemacht, auf dem man aber wohl nicht wirklich was erkennen kann. Der erste Orthop├â┬Ąde r├â┬Ąt weiterhin von einer OP ab.


Ich gehe zu einem zweiten Orthop├â┬Ąden, den jemand empfohlen hat, und den ich im Folgenden Nr.2 nennen werde. Der ist sehr dynamisch und sagt mir gleich, dass das Knie selbstverst├â┬Ąndlich operiert werden m├â┬╝sse. Nun habe ich inzwischen schon ein bisschen im Internet recherchiert und herausgefunden, dass es im wesentlichen zwei Operationsmethoden gibt: Bei der ersten wird der mittlere Teil der Patellasehne als Implantat verwendet, bei der anderen die Semitendinosussehne. Ich habe auch gelesen, dass letztere heutzutage bevorzugt wird.


Nr. 2 ist aber f├â┬╝r die Patellasehne, mit der Begr├â┬╝ndung, die w├â┬╝rde besser halten. (Sp├â┬Ąter erfahre ich, dass der Grund f├â┬╝r diese Empfehlung wohl darin lag, dass Nr. 2 die andere Methode gar nicht beherrscht, ich jedoch Privatpatientin war, so das die einst├â┬╝ndige Operation sch├â┬Âne 3.000 Euro in die Portokasse brachte.)


Am 10. Februar 2006 werde ich operiert. Nach der OP habe ich st├â┬Ąndig starke Schmerzen. Zwei Tage lang bleibt der dicke Verband dran, aus dem ein Schlauch f├â┬╝r die Drainage herauskommt. Als der Verband entfernt wird, sehe ich einen der Gr├â┬╝nde f├â┬╝r die Schmerzen: Man hat den Schlauchverbinder, der die beiden d├â┬╝nnen Schl├â┬Ąuche aus den beiden Arthoskopiel├â┬Âchern zu einem dickeren Schlauch verbindet, direkt auf der Haut mit in den Verband gewickelt, und zwar seitlich au├â┼Şen am Knie, dort wo das Seitenband verl├â┬Ąuft, das bei meinem Sturz auch etwas abbekommen hat. Dort sind bis heute einige kleine Narben auf der Haut zu sehen, deshalb wei├â┼Ş ich auch genau, wo das Ding mit den Kanten lag.


Die Entlassung nach drei Tagen sieht so aus, dass ich im Rollstuhl bis zum Auto meines Mannes gefahren werde, da an laufen auch mit Kr├â┬╝cken noch nicht zu denken ist. Nach zehn Tagen gehe ich zum ersten Mal zur Physiotherapie und dann regelm├â┬Ą├â┼Şig 3 bis 5 mal in der Woche. Nach drei Wochen fange ich nach Anweisung von Nr. 2 auch mit Krafttraining an. anfangs kann ich nur auf einem speziellen Ergometer mit reduziertem Pedalweg fahren, nach einigen Wochen auf dem normalen. Ich mache ├â┼ôbrungen f├â┬╝r diverse Muskeln, immer dreimal drei├â┼Şig. Die Phsiotherapeutin beugt und streckt mein Bein und widmet jede Menge Zeit einer verk├â┬╝rzten Sehne. Au├â┼Şerdem l├â┬Ąsst sie mich Treppen steigen oder auf irgendwelchen Dingen balancieren. Das Ganze mache ich drei Monate lang, aber es tut sich kaum etwas. Das Bein l├â┬Ąsst sich nach wie vor nicht vollst├â┬Ąndig strecken, im Gegenteil, die Bewegungen sind jetzt z├â┬Ąh, als w├â┬Ąre das Bein ein Expander. Dadurch wird es scheinbar stabiler, was auch das Ziel dieser K├â┬Ârperreaktion ist, aber eigentlich nicht das Ziel der Reha. 
Ich habe die ganze Zeit Schmerzen bereits beim normalen Gehen, zumindest wenn ich mich bemühe, das Bein halbwegs normal zu strecken. Bergab habe ich Schmerzen bei jedem Schritt.

Die Termine bei Nr. 2 bringen keine neuen Erkenntnisse. "Sie haben einen starken Beugetonus," ist die Begründung, warum ich das Bein immer noch nicht strecken kann.


Anfang Juli 2006 versuche ich, mein Bein gewaltsam mit Muskelkraft zu strecken, gegen Schmerzen und jeglichen Widerstand. Pl├â┬Âtzlich f├â┬Ąhrt mir ein wahnsinniger Schmerz hinein, dass ich laut aufschreie. Das ganze Haus muss es geh├â┬Ârt haben. Benommen setze ich mich hin. Ich denke: 'das gibt's nicht' und versuche es noch einmal. Ich schreie wieder. Danach kann ich nicht mehr laufen, die wenige Kraft, die ich im Bein hatte, ist weg, jeder kleine Schritt tut jetzt weh.
Ich fahre zu Nr. 2, der ist jedoch in Urlaub. Seine Vertretung l├â┬Ąsst ein weiteres CRT machen, darauf kann man sehen, dass das neue Kreuzband noch dran ist. Er spritzt Cortison ins Knie, das tut auch ganz gut. Man sagt mir, das es sich wahrscheinlich um ein "├â┼ôberstreckungstrauma" handele. Was immer das sein mag.


In der folgenden Woche ist Nr. 2 wieder da, und meint, ich h├â┬Ątte bei meinem Streckversuch "Verklebungen gel├â┬Âst", das w├â┬Ąre gut, und ich w├â┬╝rde "davon profitieren". Ich selbst bin der Meinung, dass ich mir damals den Schollenmuskel gezerrt habe, denn ich merke heute immer noch, dass tief innen in der Wade etwas mit dem Muskel nicht stimmt. Wie auch immer, ich konnte jedenfalls nach dieser Aktion 3 Wochen lang praktisch ├â┬╝berhaupt keine ├â┼ôbungen machen und kaum laufen.

Da die bisherige Physiotherapie mir kaum geholfen hat, komme ich zu dem Schluss, das Physiotherapie sinnlos ist und beschlie├â┼Şe, nur noch Krafttraining zu machen. Zu dem Zweck melde ich mich im "Therapiezentrum Hirschbiel & Heimendahl"an. (Disclaimer: Mit dem vorsintflutlichen Erscheinungsbild dieser Website habe ich nichts zu tun.) Ich bekomme einen Termin zur Einweisung in die Ger├â┬Ąte. Ein gewisser Tobias erkl├â┬Ąrt mir gleich als erstes, dass ich eigentlich Physiotherapie brauche und das Training nur Erg├â┬Ąnzung sein k├â┬Ânne. Ich halte das erstmal f├â┬╝r Geldschneiderei, aber er redet so ernsthaft auf mich ein, dass ich mir ein Rezept hole und mich zur Physiotherapie anmelde.


Fortan befinde ich mich in den H├â┬Ąnden von Marcus Hirschbiel. Der erkl├â┬Ąrt mir als erstes, dass ich und meine Therapeuten bisher ziemlich viel falsch gemacht haben.
Als erstes verbietet er mir jegliche Curls, die mir Arzt Nr. 2 ausdrücklich empfohlen hatte. Diese unnatürliche Bewegung in offener Kette sei Gift für ein instabiles Knie.
Als zweites erkl├â┬Ąrt er mir, warum mein Bein so steif ist und was man dagegen tun kann: Nach einem Kreuzbandriss ist es sehr wichtig, sp├â┬Ątestens drei Monate nach der OP die volle Streckung und die volle Beugung wieder zu erreichen, weil sich sonst im Gewebe Querverstrebungen bilden, die die Bewegung einschr├â┬Ąnken. Das Bein wird im Prinzip mehr oder weniger steif. Damit versucht der K├â┬Ârper, die verlorene Stabilit├â┬Ąt des Knies auszugleichen. Wenn das einmal eingetreten ist - wie es bei mir der Fall war - hilft keine nette Gymnastik und auch keine Massage. Das einzige was hilft ist, den Muskel so zu stressen, dass er jede Menge Laktat aussch├â┬╝ttet. Das Laktat sei in der Lage, die Eiwei├â┼Şverbindungen aufzul├â┬Âsen. Dazu muss man das Bein maximal beugen, in dieser schmerzhaften Haltung 40 Sekunden bis 2 Minuten halten und am Ende am besten noch einen Ruck geben. Er f├â┬Ąngt gleich damit an.

Und damit zu Hause nicht gleich alles zurückschnurrt, soll ich alle 4 bis 6 Stunden maximal beugen und maximal strecken. Das tut natürlich auch weh. Aber es hilft. Nach ein paar Wochen ist ein wesentlicher Teil der Steifheit weg.

Damit war das Bein aber noch nicht stabil, und ich konnte auch noch nicht normal gehen. Da das Gewebe das Bein nicht mehr von der Bewegung abhielt, konnte ich zwar besser strecken, aber ich sp├â┬╝rte jetzt einen neuen Schmerz, n├â┬Ąmlich ein scharfes Stechen in der Mitte des Knies. (Heute wei├â┼Ş ich, dass da das Kreuzband gegen die sogenannte Nodge, eine Kante am Oberschenkelknochen, scheuerte.)


Auch sonst war die Bewegung noch nicht frei. Wenn ich das Bein im Sitzen nach vorne streckte, rasselte das Knie wie eine alte Zugbr├â┬╝cke. Und bei allen Belastungen benutzte ich nach wie vor zu 80% mein rechtes Bein. Der rechte Quadriceps wurde jedenfalls immer gr├â┬Â├â┼Şer. Trotzdem wanderte ich tagelang im Gebirge herum, in Zeitlupe und vorzugsweise dort, wo mich niemand sehen konnte.


Als er nach einigen Wochen keine weitere Besserung erreichen konnte, kamen Marcus Zweifel, ob da in meinem Knie wohl alles in Ordnung sei. Er war der erste, der sich wirklich daf├â┬╝r interessierte, wie es mir ging. Er empfahl mir, das Knie von einem weiteren Orthop├â┬Ąden anschauen zu lassen, und zwar von Dr. M├â┬╝ller-Kittnau in Rosenheim. Ich wusste zun├â┬Ąchst nicht, was das bringen sollte, vielleicht hatte ich auch Angst davor zu h├â┬Âren, dass bei mir nichts mehr zu machen sei. Aber der weltbeste Physiotherapeut machte mir so lange Dampf, bis ich schlie├â┼Şlich im November 2006 hinging.


Das Ergebnis der Untersuchung: Starke Vernarbungen im Gelenk, die die Bewegung einschr├â┬Ąnken und nur operativ durch eine sogenannte Arthrolyse entfernt werden k├â┬Ânnen. Au├â┼Şerdem lie├â┼Ş Dr. M├â┬╝ller-Kittnau sehr deutlich durchblicken, dass er die Methode, das Implantat aus der Patella zu gewinnen, bei mir niemals angewendet h├â┬Ątte. Bei dieser Methode w├â┬╝rden genau die Komplikationen, die ich h├â┬Ątte, sehr h├â┬Ąufig auftreten.


Auf jeden Fall:  Entweder die Schmerzen weiterhin aushalten oder erneut unters Messer. Das war f├â┬╝r mich ein Schock. Nach 10 Monaten Schmerzen sollte nun alles von vorn losgehen? Dr. M├â┬╝ller-Kittnau sagte mir zwar, dass die Operation l├â┬Ąngst nicht so umfangreich und hinterher relativ schnelle Besserung zu erwarten sei "au├â┼Şer es blutet stark, dann dauert es etwas l├â┬Ąnger". Es w├â┬Ąre eine Frage meiner Schmerztoleranz, ob ich lieber operiert werden oder lieber weiterhin die Schmerzen aushalten wolle.


Die Schmerzen wollte ich loswerden, also unterzog ich mich am 10. Januar 2007 im Klinikum Vogtareuth der Arthrolyse. Hier lief alles wesentlich anders als bei der ersten OP. Ich hatte nach der Operation ├â┬╝berhaupt keine Schmerzen, da ein Schmerzkatheter den zust├â┬Ąndigen Nerv komplett au├â┼Şer Dienst stellte. Und als der Katheter gezogen war, gab es ausreichend Schmerzmittel.


Dr. M├â┬╝ller-Kittnau kam vorbei und erz├â┬Ąhlte mir, dass alles gut verlaufen sei. Die Operation habe aber statt der vorher veranschlagten 10-12 Minuten 20 Minuten gedauert. Unter der Kniescheibe hatte ich ein dickes Polster aus Narbengewebe (der Fachausdruck ist wohl "Briden"). Das hat er entfernt. Dar├â┬╝ber hinaus stellte er bei der Operation fest, dass das Kreuzband am Oberschenkel etwas zu weit vorn sa├â┼Ş und dadurch an der sogenannten Nodge, einer scharfen Knochenkante, scheuerte. Nr. 2 hatte also Mist gebaut. Daraufhin hat er die Kante weggeschliffen, so dass das Kreuzband jetzt frei ist. Das ist der Hauptgrund, warum ich jetzt beim Strecken keine Schmerzen mehr habe. der Physiotherapeut meines Vertrauens hat mir inzwischen erkl├â┬Ąrt, dass dieses Erweitern der Fossa - oder auch Nodge-abschleifen - h├â┬Ąufig gemacht wird und keine weiteren Probleme nach sich zieht.


Direkt nach der OP ging ich nat├â┬╝rlich wieder zur Physiotherapie. Zus├â┬Ątzlich bekam ich auf Verschreibung auch Lymphdrainage. Diese Technik hatte ich bisher immer f├â┬╝r esoterischen Quatsch gehalten, aber es hilft tats├â┬Ąchlich, wenn man es richtig macht. Es entstaut sichtbar. (Abgesehen davon f├â┬╝hlt es sich geil an, aber das verrate ich nicht.)

Ich war dann noch einmal zur Kontrolle bei Dr. M├â┬╝ller-Kittnau, der sehr zufireden mit dem Erebnis war. Er erkl├â┬Ąrte mir noch, dass die Vernarbungen nicht aufgrund meiner Neigung zu ├â┬╝berschie├â┼Şender Narbenbildung entstanden w├â┬Ąren, wie ich gedacht hatte, sondern aufgrund der Bewegungseinschr├â┬Ąnkung durch das falsch gesetzt Kreuzband.


Jetzt muss noch die Stabilit├â┬Ąt des Knies und die Kraft im Oberschenkel wieder hergestellt werden, aber das ist nur eine Frage meiner Hartn├â┬Ąckigkeit. Zur Zeit gehe ich jeden Tag ins Training und mache vor allem einbeinige Beinpressen, da ich zweibeinig immer noch automatisch "schummle" und das rechte Bein unverh├â┬Ąltnism├â┬Ą├â┼Şig belaste. Dazu kommen ├â┼ôbungen mit der Langhantel im Ausfallschritt sowie Koordinations├â┬╝bungen auf verschiedenen Wackelbrettchen.


Wenn ich im Herbst die Watzmann-Ãœberschreitung gut geschafft habe, betrachte ich mich als geheilt.

Fazit:

  1. Man braucht den richtigen Arzt.
  2. Man braucht den richtigen Physiotherapeuten.
  3. Nach dem richtigen Arzt fragt man am besten den Physiotherapeuten.
  4. Man muss nicht nur flei├â┼Şig trainieren, sondern auch richtig.

Eine Freundin von mir sagt immer: "Die wichtigen Dinge im Leben kann man nicht üben". Das stimmt, aber vielleicht kann dieser Bericht jemand beim Üben helfen.

6.3.2007
Fredrika Gers

Disclaimer: Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit, empfiehlt nichts und wendet vermutlich auch medizinische Fachausdrücke falsch an. Mit anderen Worten, ich hafte für gar nichts.


Kommentare

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julia aus bocholt

jumabo20@gmx.de

 
Freitag, 18-07-08 03:44
oh mann da hast du aber ordendlich was durch machen m├â┬╝├â┼Şen
mein kreuzbandriss samt op ist jetze knapp 1 jahr her und ich habe teilweise noch schmerzen, die aber haupts├â┬Ąchlich von der narbe der entnommenen sehne her r├â┬╝hren...sind aber aus zu halten.
seit ein paar tagen hab ich wieder mehr schmerzen..meine mutter meinte es k├â┬Ânnte an den neuen schuhen liegen die ich mir gekauft habe oder auch am wetter...oder zu viel belastung(haben einen 6 st├â┬╝ndigen besuch im zoo gemacht)...ich wei├â┼Ş auch nicht wo ran es liegt.nach dem zoo besuch waren die schmerzen nicht mehr aus zu machen das ganze knie samt narbe und alles drum und dran taten weh..ich konnte nachher nicht mehr laufen....meine angst ist nu..habe ich wieder oder noch was am kreuzband oder habe ich meine muskeln zu wenig aufgebaut(treibe keinen sport und mache so auch kein training mehr..naja etwas schmerzen bleiben ja immer hat man mir gesagt.ich glaube ich werde den arzt noch mal nen besuch abstatten weil sonne h├â┬Âlle wie du sie durch gemacht hast muss ich echt nicht haben.diese gereusche die du beim knie bewegen h├â┬Ârst und f├â┬╝hlst habe ich auch und irgendwie gibt mir das zu denken weil sie vorher nicht da waren.habe irgendwie angst..

ich w├â┬╝rde mich freuen wenn du mir berichten k├â┬Ânntest wie es dir heut zu tage geht und welchen muskelaufbautraining du machst...dein bericht hat mir irgendwie kraft gegeb und mich gleichzeitig ber├â┬╝hrt...wei├â┼Ş auch nicht warum..aber sch├â┬Âpfe doch noch etwas mut daraus

----DANK-----

Ika
  Sonntag, 20-07-08 16:32
Hallo Julia,

also Schmerzen solltest du nach einem Jahr nicht mehr haben. Ich kann dir nur raten, nochmal einen Termin bei deinem Operateur zu machen und ihm alles zu schildern.

Ich habe zur Zeit auch wieder Probleme, aber bei mir bewegt sich die Belastung auch in etwas anderen Dimensionen, da ich zweimal in der Woche auf einen Berg gehe. Ein Zoobesuch sollte wirklich nichts machen. Au├â┼Şer du stehst dabei sehr lange auf einem Fleck, das kann ich auch nicht.

Gezieltes Training mache ich momentan nicht mehr, aber ich bem├â┬╝h mich, regelm├â┬Ą├â┼Şig Rad zu fahren, weil man damit die Produktion von Gelenkfl├â┬╝ssigkeit anregt.

Ich wünsch dir alles Gute!
Ika

A.Kisa
  Donnerstag, 12-02-09 23:20
Hallo,

habe mich auch von Dr. Müller-Kittnau in Rosenheim Operieren lassen.

Das ist ein sehr guter Arzt und hat ein guten Ruf, was an Kreuzband op´s betrifft.

Ich hatte zwar probleme am anfang, aber durch diese Muskelaufbauphase musste ich durch. Mir hat pers├â┬Âhnlich Dehnen geholfen d.h strecken des knies bis zur Schmerzgrenze.

Die Op ist jetzt 3Jahre her und ich spiele wieder Fussball. Mein Vorschlag niemals aufgeben weitermachen, denn schmerzen hat man immer. Ein Knie heilt nie!

Mfg

Andi Mandl aus Bayerisch Gmain

Bergsam8848@web.de

 
Samstag, 08-08-09 21:13
Hallo Fredrika,
ich bin direkt aus deiner Nachbarschaft und habe mir letzten Mittwoch auch das rechte vordere Kreuzband gerissen. Wollte mich mal informieren, wie es jetzt so geht und ob du die erste OP bei uns im Landkreis vornehmen hast lassen. Die NAmen der NR. 1 und 2 wirst du ja wahrscheinlich nicht nennen wollen.
F├â┬╝hle mich n├â┬Ąmlich im Moment sehr unsicher, bei wem und wo ich mich operieren lassen soll.
Wie geht es dir denn jetzt beim Berggehen? Hast du die ├â┼ôberschreitung geschafft? Meine Leidenschaft steckt n├â┬Ąmlich auch in den Bergen und vor allem Im Skitourengehen, bei dem du dir ja leider deine Verletzung zugezogen hast.
F├â┬╝r eine Antwort w├â┬Ąre ich dir sehr dankbar.
Liebe Gr├â┬╝├â┼Şe aus dem BGL
Andi Mandl

Tatjana
  Freitag, 25-04-14 13:44
Hallo Fredrika,

vielen Dank für Deinen ausführlichen und trotz der überstandenen Schmerzen amüsanten Bericht. Ich habe mich auch von Dr. Müller-Kittnau operieren lassen und bin mehr als begeistert.

Bei einem Sportunfall im August 2013 habe ich mir am rechten Knie gleich drei (!) B├â┬Ąnder komplett gerissen - vorderes Kreuzband, hinteres Kreuzband und das innere Halteband. Das innere Halteband wurde von einem Professor, einer Koryph├â┬Ąe mit gro├â┼Şem Namen, vielen wissenschaftlichen Ver├â┬Âffentlichungen und Lehrb├â┬╝chern gen├â┬Ąht. Nicht zufriedenstellend. Das Band war nach drei Monaten konsequenten Schienetragens zu locker und es hat sich hintere Schublade entwickelt. Die Koryph├â┬Ąe hat sich als DIVA entpuppt, hat die erfolglose OP mir, der Patientin in die Schuhe geschoben, hat mir vorgeworfen, ich w├â┬╝rde mich nicht kooperativ Verhalten und hat mir im drohenden Ton vorgeschlagen, nach einem anderen Operateur zu suchen. Da ich freundlich und hartn├â┬Ąckig und doch erstmal bei ihm, der Koryph├â┬Ąe, geblieben bin, musste er mir einen weiteren OP-Termin geben. Nun stand das hintere Band auf dem Programm mit eventuellem Ausgleichen der Fehlfunktion des inneren Haltebandes. Der OP-Termin sollte in 6 (!) Monaten stattfinden, da die Koryph├â┬Ąe ein vielbesch├â┬Ąftigter Professor ist, und wir ja zudem eine Zweiklassengesellschaft haben. Meine Wenigkeit geh├â┬Ârt als Kassenpatient eben zu der zweiten Klasse. Hat die Koryph├â┬Ąe gesagt. In der Zwischenzeit sollte ich weiterhin konsequent Schiene tragen und ja keinen Sport machen, auch keine Reha zum Aufbau der Muskulatur. ├â┼ôber die OP des vorderen Kreuzbandes, das ja auch gerissen und noch nicht wiederhergestellt war, hat sich die Koryph├â┬Ąe nicht ├â┬Ąu├â┼Şern wollen. Ich h├â┬Ątte ja nicht unendlich Material (gemeint waren die k├â┬Ârpereigenen Sehnen als Ersatz f├â┬╝r die gerissenen Knieb├â┬Ąnder). Auf meine Frage, wie denn meine Wiederherstellungschancen auss├â┬Ąhen und ob ich in der Zukunft wieder Sport treiben kann, gab die Koryph├â┬Ąe gen├â┬╝sslich folgende Antwort: "Schach und Mikado wird Ihr Sport sein!". Nachdem die Koryph├â┬Ąe sich vergewissert hat, da├â┼Ş diese Antwort mich schockiert, und ich diese der Folter gleich empfinde, wurde die Antwort drei Mal wiederholt: "Schach und Mikado wird Ihr Sport sein!", "Schach und Mikado wird Ihr Sport sein!"... Das war mir dann doch zu viel. Ich habe schnell ├â┬╝berschlagen, wieviel Zeit der Wiederherstellungsprozess in H├â┬Ąnden der Koryph├â┬Ąe in Anspruch nehmen wird. Seit dem Unfall waren bereits 5 Monate vergangen. Weitere 6 Monate Wartezeit auf die n├â┬Ąchste OP. Mindestens 6 Monate Wiederherstellung. Warten auf die n├â┬Ąchste OP. Wiederherstellung. Wenn es gut ging, kam ich auf insgesamt drei Jahre, es konnten auch f├â┬╝nf werden... Das Engagement der Koryph├â┬Ąe gleich Null. Mein Vertrauen dahin...

Beim Dr. M├â┬╝ller-Kittnau habe ich innerhalb 4 Wochen einen OP-Termin bekommen. Dr. M├â┬╝ller-Kittnau hat in einer komplizierten zweist├â┬╝ndigen OP gleich drei B├â┬Ąnder wiederhergestellt. Im Mittelpunkt stand das hintere Kreuzband, das aus k├â┬Ârpereigenen Sehnen gen├â┬Ąht wurde. "So nebenbei" hat Dr. M├â┬╝ller-Kittnau ein Implantat f├â┬╝r das vordere Kreuzband eingesetzt (ein Spenderorgan) und ganze 30 Min. hat Dr. M├â┬╝ller-Kittnau der Korrektur des Fehlers der Koryph├â┬Ąe, dem inneren Halteband gewidmet. Sofort nach der OP bin ich schmerzfrei und kann mit Gehst├â┬╝tzen langsam gehen. Sp├â┬Ątestens in 12 Monaten m├â┬Âchte ich wieder auf dem Ski stehen. Das ist mein Ziel. Dr. M├â┬╝ller-Kittnau hat einen Riesenjob geleistet und ist mit dem Ergebnis zufrieden. Nun liegt es an mir, mich erstmal konsequent in Geduld zu ├â┬╝ben und nach 6 Wochen intensiv am Aufbau aller Funktionen zu arbeiten. Das Ziel immer vor Augen.

Ich habe Dr. M├â┬╝ller-Kittnau auf jameda.de eine "1,0"-Bewertung gegeben. M├â┬Âchtest Du, Fredrika das Gleiche tun? Das wird vielen Kniepatienten bei der Suche nach dem richtigen Arzt sicherlich sehr weiterhelfen.

http://www.jameda.de/rosenheim/ae[..]

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